Idee und Gedanke

Idee und Gedanke gingen Hand in Hand die Strasse entlang. Die immer gleich gekleideten Zwillinge verstanden sich ohne Worte. Ihre Träume reichten aus, um miteinander zu reden. Diese tauschten sie wortlos aus, und waren stets glücklich damit.

Da kam ihnen das Wort entgegen, herrschte und brüllte sie an: „Was seid Ihr nur für stumme immerglücklich grinsende Gesellen! redet doch endlich. Folgt mir und meinem Weg doch endlich! Redet, egal was- aber redet!“ Das Wort wollte tätlich werden, seine Miene verfinsterte sich. Ängstlich aber anscheind machtlos, blieben die Geschwister vor ihm stehen. Angewurzelt.

Die Tat hatte den Monolog des Wortes in einem Versteck der Strassenecke verfolgt, schritt nun behende auf die Gruppe zu, fasste das Wort am Schlawittchen, rüttelte und schüttelte es, und ließ es mit verdutzter Mine auf die Strasse fallen.
Dann zeigte es den glücklichen Zwillingen an, der Weg sei wieder frei, verabschiedete sich und verschwand. So konnten die Zwillinge ihren angedachten Weg ungestört fortsetzen.

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