…300 Jahre Schule- Teil I

Schule- das ist der Ort im Lebens eines Menschen, wo man für dasselbe tauglich gemacht werden soll. Nebenbei Sozialisierungsprozesse: Freundschaft, Klassenverband, erste heimliche Liebe, zweite unheimliche Liebe, Zähne zeigen, sich durchwurschteln etc.etc. etc

Am Ende erwartet den jungen Heranwachsenden ein Abschluß. Doch ohne Fleiß kei Papier, wie ein Reifezeugnis etwa, in unserem Land ja bekanntlich ein wichtiges Papier. Dann ist man erst mal froh, nicht mehr zur „Penne“ gehen zu müssen. Stattdessen lieber in brechendvolle Hörsäle einer Universität sitzen, eine Ausbildung anfangen, oder nichts tun-„Nie mehr“ denkt man sich erstmal. Und plötzlich kommt ein Gefühl aus der Magengegend, da denkst Du doch in Melancholie an eine Zeit, die ja doch etwas sehr prägendes, lebensbestimmendes hattest. Und wenn das Gefühl einmal da ist, dann kommt es auch öfter und intensiver. In Momenten wo Du garnicht damit rechnest.

Meine „Penne“ feiert übermorgen Geburtstag. 300 Jahre Werner- Heisenberg Gymnasium. Ganz schön lange. Rasanten Schrittes kommen gerade Geschichten von Freud und Leid, guten und schlecht aus der Versenkung meines Seins wieder hoch. Rückschau, durchweg positiv.

Personal keywords: Trabitour 1990, Ochsenalm, Jazz-AG,Tarantel/Schülerzeitung(lebt meine Schreibmaschine noch?), Theater AG, Orpheus in der Unterwelt, Klassenfahrt nach Lörrach, tägliches Busfahrn, Kursfahrt Prag. und ganz viel mehr

Im Nachhinein an dieser Stelle einfach mal Dank an:Frau B., Herr E., Herr G., Herr W., Herr K., Herr S. .- aber ich glaub fast, dass sag ich Ihnen übermorgen selbst.

Fortsetzung

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “…300 Jahre Schule- Teil I

  1. „non scolae, sed vitae discimus“ (… für das leben lernen wir)das hat der alte lateiner schon vor vielen jahren erkannt. nicht nur das, sondern auch noch weitere, manigfaltige erkenntnisse, um die es aber in diesem klitzekleinen kommentar nicht geht.
    was soll dieser satz der schule, den lehrern und schülern sagen?
    eine antwort könnte diese sein:
    definiert leben, lernt das leben kennen, bildet euch für das leben, nehmt das leben in die hand, beobachtet, durchschaut, vertraut, offensiv und ohne scheu.
    dazu benötigt man allerdings des lebens, vor allem außerhalb der schule kundige, auf sich selbst vertrauende und dadurch auch anderen vertrauende menschen als lehrmeister dieser philosophie. dies sind im idealfall erstens die eltern und zwotens die lieben schulmeister.
    leider waren diese art lehrmeister in meiner zeit als schuljunge rar gesäht und ich wurde in erster linie von overheadfolienverwaltern dazu verdonnert ihren „erwartungshorizont“ zu erfüllen. ich sollte also zu einem auswenig lernenden, bequemen duckmäuser erzogen werden, der nach entlassung aus dem schulleben brav steuern zahlt und die richtige partei wählt.
    diese unternehmung scheiterte und ich kann heute meine schulzeit tatsächlich als lebensabschittslehre begreifen.
    danke dafür herr dreidoppel!

  2. wordfish

    Gut gesprochen- komplette Zustimmung!
    Merke daen Zwiespalt gerade an der Uni: Studienanfänger sollen(und werden gewiß) den Master-Studiengang in verkürzter Zeit absolvieren- wenn Du vorher aber nicht das Leben vertrauensvoll in die Hand nehmen gelernt hast, kommen ziemliche „Scheuklappen- Spezies“.Richtig auffällig.
    Gottseidank gab es da in meinem Leben auch eine Schulzeit mit LehrerInnen und SchulkameradInnen, mit denen /durch die diese „Lebensabschnittslehre“ äußerst positiv, sinnvoll und lebensfroh motivierend haften blieb. Als Schuljunge gab es da schon so einige Lehrmeister, denen Dank zu sagen wäre: Allen voran Dank an Frau Berresheim, Herrn Gilles, Herrn Wenzelmann, Herrn Ehlers und Herrn Schwall, um stellvertretend einige zu nennen.

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