„…Dann erst erblickte er den Drachenbaum. Der Baum war riesenhaft und wohl Jahrtausende Jahre alt. Er war hier gewesen noch vor den Spaniern und den alten Völkern. Er war dagewesen vor Christus, Buddha, Platon und Tamerlan.Humboldt horchte an seiner Uhr. Wie sie, tickend, die Zeit in sich trug, so wehrte dieser Baum die Zeit ab: eine Klippe, an der ihr Fluß in sich brach. Weit droben liefen die Äste auseinander, das Zwitschern Hunderter Vögel durchdrang die Luft. Zärtlich strich er die Rinde. „
(aus: "Die Vermessung der Welt"- Daniel Kehlmann, Rowohlt 2005)
